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31.10.2014 : 04:57

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde:
31. 10. 2014:
Losungstext:
Was verborgen ist, ist des HERRN, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.
5.Mose 29,28
Lehrtext:
Jesus betete: Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort bewahrt.
Johannes 17,6
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Was gibt es neues?

26.10.14 18:01

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Born for this – 10 Jahre TenSing –Show

Unter diesem Motto feierten, sangen, tanzten und rockten ca. 50 Ten Singer am 26.7.2014 in der...

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Ferienprogramm 2014 - Superhelden

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11.10.14 12:29

Jungbläserschulung in Untermünkheim

 

Hast du Interesse – würdest du gerne ein Instrument spielen lernen?

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Hike 2014

Wie jeden Sommer haben sich 19 Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren und 5-7 Erwachsene in...

10.10.14 00:10

Church Night 2014 in Untermünkheim

 

 

Auch die junge Generation in der Kirche ist Teil

einer langen Tradition und Geschichte....

Jahreslosung 2014 „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ (Psalm 73, 28)

 „Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte …“ - dieser kurze, vielen aus der Lutherbibel bekannte Vers wird in der katholischen Einheitsübersetzung auf eine schöne, für uns ungewohnte Weise übersetzt: „Gott nahe zu sein ist mein Glück!“

Was Unglück ist, das können wir sehr leicht beschreiben: Armut, Krankheit, Einsamkeit, ohnmächtig anderen ausgeliefert sein, menschenunwürdig leben müssen. Wir sind froh, wenn das jetzt bei uns nicht so ist.

Vom eigenen Glück reden wir meistens mit dem Blick in die Zukunft – oder in die Vergangenheit: Wenn das und jenes passieren würde, dann wäre ich glücklich. Und wie glücklich war ich – damals: Frisch verliebt, als die Kinder geboren wurden, als ich wieder gesund wurde. Wir erinnern uns an besondere Momente des Glücks. Ja, oft wird uns erst rückblickend bewusst, wo wir von Glück umgeben waren. Es gibt Geschichten genug davon: „Da habe ich Glück gehabt“ oder gar „Glück im Unglück“.

Wenn man Psalm 73 liest, dann merkt man, in welcher verzweifelten Lage sich der Beter befindet. Er hadert mit Gott: „Warum erleben immer nur die Gottlosen, die Frevler das Glück, warum geht es denen so gut, die sich ohne Gewissensbisse auf Kosten der anderen ihr Glück einfach nehmen?“

Fast hätte der Beter darüber sein Vertrauen in Gottes Güte verloren und seinen Glauben aufgekündigt. Was nützt es schon, sich nach Gottes Geboten zu richten, sein Herz „rein zu halten“ (Ps 73,1)? Zwiespältige Gedanken, die auch wir kennen: Ist der Ehrliche, der Redliche nicht immer wieder der Dumme? Es ist ein weiter, harter Weg, bis der Psalmist zu einem neuen Einverständnis mit Gott findet: „Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich an meiner rechten Hand …“ (Psalm 73, 23). Und dann folgt – trotz aller zwiespältiger Gedanken, trotz aller Zweifel und Fragen, die Jahreslosung: „Ja, Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Oder, mit Martin Luther: „Das ist meine Freude, dass mich mich zu Gott halte.“

Wir können wir Gott erfahren im Glück der kleinen Dinge, im Gelingen vieler Selbstverständlichkeiten. Wenn wir immer nur auf das große Glück warten, können wir das alltägliche Glück versäumen. Es gibt Leute, die haben alles, was sie brauchen, aber sie kennen die Dankbarkeit nicht und nicht das Lob im Alltag. Man muss das Glück auch „loben lernen“ in den kleinen Dingen des Lebens.

Gunda Schneider-Flume, zu meiner Studienzeit Dozentin in Tübingen, sprach einmal von einer „Tyanei des gelingenden Lebens“. Sie meinte damit, dass uns immer stärker ein Idealbild von Leben vor Augen gestellt wird: „Wenn Du gesund, erfolgreich, gutaussehend, wohlhabend, in glücklichen Beziehungen stehend bist – dann ist Dein Leben gelungen“. Und unterschwellig wird ergänzt: „Dann – und nur dann!“

Aber wer ist schon allezeit gesund, erfolgreich, gutaussehend, wohlhabend, in glücklichen Beziehungen stehend? Der Psalmbeter war es mit Sicherheit nicht –

und lehrt uns doch, dass es in der Nähe Gottes Glück gibt trotz vieler unerfüllter Wünsche, lehrt uns das „in Dir ist Freude in allem Leide“.

Die beiden Übersetzungen unserer Jahreslosung: „Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ Oder bei Luther: „Das ist meine Freude, dass mich mich zu Gott halte.“  Wer hat eigentlich besser übersetzt? Das hebräische Orginal braucht weder das Wort „Freude“ noch das Wort „Glück“, da heißt es wörtlich ganz einfach: „Die Annäherung an Gott ist gut für mich“. Die Annäherung an Gott ist gut für mich.    

„Wer nur das Glück sucht, sucht nicht Gott“, sagte die Theologin Dorothee Sölle in ihrem letzten Vortrag in Bad Boll vor l0 Jahren, danach ihr plötzliches Sterben. Zu ihrem Vermächtnis gehört auch dies: Wir bleiben auf der Suche nach Glück. Aber unser Glück soll nicht zu unserem Gott werden. Wer nur das Glück sucht, sucht nicht Gott, aber wer Gott sucht, der wird immer wieder auch Freude und Glück finden. Die Annäherung an Gott ist gut.    

Segen zum neuen Jahr

Mögest Du im neuen Jahr
allem gewachsen sein:
dem Glück und dem Unglück,
der Trauer und der Freude,
der Arbeit und der freien Zeit,
dem Übermut und dem Kleinmut.
Mögest Du Kraft bekommen -
immer wieder neu und machtvoll -
durch den, der uns kräftig macht
und auf den wir vertrauen.