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31.08.2015 : 02:26

Die Tageslosung

Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde:
31. 08. 2015:
Losungstext:
Der HERR sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen.
2.Mose 34,10
Lehrtext:
Viele, die Jesus zuhörten, verwunderten sich und sprachen: Woher hat er das? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist? Und solche mächtigen Taten, die durch seine Hände geschehen? Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn?
Markus 6,2-3
besondere Veranstaltungen
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Gottesdienste

  • 06.09.2015 10:00
    Kilianskirche Untermünkheim

    Gottesdienst mit Pfarrerin Lenke

Hallo Surfer

 

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinde Untermünkheim.

 Wir laden Sie ein, uns elektronisch zu besuchen. Vielleicht bekommen Sie Lust, Menschen aus der Gemeinde persönlich zu begegnen. Viele Möglichkeiten stellen wir ihnen vor. Wir freuen uns, wenn Sie etwas finden, was zu ihnen passt.  
Wir wünschen Ihnen gute Begegnungen. 

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„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“

Die Jahreslosung für das Jahr 2015 ist dem 15. Kapitel des Römerbriefes entnommen. Paulus richtet sich mit dieser Aufforderung an eine bunt gemischte Gemeinschaft von Christen, an Menschen, die nicht unbedingt durch familiäre oder freundschaftliche Bande verbunden sind.  Christinnen und Christen ganz unterschiedlicher Herkunft und Prägung finden sich in der jungen Gemeinde in Rom, solche mit heidnischen, aber eben auch  mit jüdischen Wurzeln. Letztere sind wohl in der Minderheit. Unterschiedliche Meinungen über „den christlichen Lebensstil“ führen dazu, dass sie sich gegenseitig verunsichern und sich ein schlechtes Gewissen machen. Sie verachten und verurteilen einander. Da ist z. B. die Beschneidung – für die einen ist sie überflüssig, weil Gott mit Jesus Christus einen neuen Bund geschlossen hat, aber für die anderen ist sie unverzichtbar und sichtbares Zeichen des Bundes Gottes. Da sind eben die einen, die denken, dass Jesus sie vor allem befreit habe und sie keiner jüdischen Lebensregel mehr verpflichtet seien. Das sind aber eben auch die anderen, die vor ihrer Bekehrung als Juden gelebt haben – mit vielen konkreten, sinnvollen Lebensregeln. Unterschiedliche Ansichten, obwohl sie alle an Jesus Christus glauben. Und das ist ja auch in Ordnung, dass es unterschiedliche Ansichten gibt, auch innerhalb einer Gemeinde. Problematisch wird es da, wenn wir andere für ihre Ansichten verurteilen. So war es in Rom: In den Köpfen und Herzen entsteht eine Aufteilung in Starke und Schwache im Glauben. Der Streit darüber droht die Gemeinde zu zerreißen. Paulus ermutigt zur gegenseitigen Annahme. Heute fallen uns dazu Begriffe wie Toleranz, Akzeptanz, Einheit in aller Verschiedenheit ein – Grundlage einer Gesellschaft, die in Frieden lebt. Eine einfache Regel: Ich lasse den anderen stehen, wie er ist und kann davon ausgehen, dass ich auch so stehen gelassen werde mit meiner Persönlichkeit und meinen Träumen, mit meinen Stärken und Schwächen, mit meinem Glauben und meiner Ansicht von Moral und Ethik. Zugleich eine schwierige Regel: Weil wir sie im alltäglichen Leben so schnell brechen: Dazu müssen wir gar nicht auf die Krisenschauplätze dieser Welt schauen, wo Menschen andere Menschen und ihre Rechte mit Füßen treten, wo Gewalt Gegengewalt erzeugt. Oft reicht ein Blick vor die Haustür – oder noch erschreckender: in unser Inneres. Können wir jeden Menschen annehmen? In jeder Situation? Können wir Menschen annehmen, die nicht in unser Weltbild passen? Die einen anderen Glauben oder keinen Glauben haben?  Jedenfalls leichter gesagt als getan. Annehmen meint zunächst Gottes konkretes Eingreifen in das Leben von Menschen: Er zieht sie aus Gefahr und Verlassenheit zu sich und bietet ihnen einen Schutzraum an. So argumentiert Paulus: Wie könnt ihr Leute unter euch verachten und aus eurer Gemeinschaft ausschließen, wenn Gott sie angenommen hat? Was maßt ihr euch an? Er ergänzt seine Aufforderung: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat. Christus, sein bedingungsloses Ja zu euch, seinen Kindern, ist euer Bindeglied! Keine gemeinsame Idee oder Aufgabe, keine Lehre und keine Kirche schaffen die Einheit, die Christus schafft.

 „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat.“

 Das ist mehr als Toleranz um ihrer selbst willen. Mehr als ein alle Unterschiedlichkeiten umspannendes Wir Gefühl. Weil eben nicht alles gut wird, so sehr wir Menschen auch darum bemüht sind. Was uns von Gott und einander trennt, trug Jesus ans Kreuz. Er heilt uns und unser verletztes Miteinander. Da spielt es keine Rolle, wer die Starken und wer die Schwachen sind. Welche Tradition wir im Gepäck oder welchen „christlichen Stammbaum“ wir haben, wie lange wir schon im Glauben leben oder welche Sprache wir sprechen, welcher Kultur oder welchem Milieu wir angehören, wie alt wir sind, ob wir Mann oder Frau sind. Wie Christus euch angenommen hat. Immer wieder überraschend, oft Grund zur Empörung, mit wem Jesus Tischgemeinschaft hatte! Bei ihm gibt es keine geschlossene Gesellschaft. Jesus lädt ein in eine lebendige Gemeinschaft. Sie ist nichts Statisches, ein für alle Mal Gepachtetes, Fertiges. Wie Christinnen und Christen leben, ist nicht egal oder beliebig. Auch nicht ihr Miteinander. Ihr Leben und Miteinander sollen nur einem dienen: dem Lob Gottes. Das verleiht ihnen eine Würde, an die nicht nur die Christen in Rom immer wieder erinnert werden müssen. Lob Gottes ist eine Lebensaufgabe, ein Lebensstil – für die Gesamtheit der christlichen Gemeinde genauso wie für jeden von uns persönlich. Letztlich geht es darum, ob unser Leben und Miteinander über uns selbst hinausweist auf den hin, der unserem Leben Grund und Glanz verleiht. Wenn das gelingt, kann Gemeinde Jesu Christi für viele zu einem Platz werden, an dem man sich wohlfühlen kann. Diese Gemeinschaft ist fest verwoben durch  Jesus Christus, dessen Liebe zu uns all unseren zwischenmenschlichen Begegnungen voraus geht und Bestand verleiht – auch im Jahr 2015!