Abschied von der Kirchengemeinde Untermünkheim

4 ½ Jahre liegt mein Beginn in der Kirchengemeinde Untermünkheim zurück. Ende Juni 2013 zog ich meinem Mann, der schon zwei Jahre vorher ans Diak in Hall gewechselt hatte, hinterher. Im August begann ich meinen Dienst in der Kirchengemeinde auf der halben Pfarrstelle in Enslingen. Nach 17 Jahren im Schuldienst kam ich mit gemischten Gefühlen.  Natürlich hatte ich in den zurückliegenden Jahren neben regelmäßigen Schulgottesdiensten auch ab und an mal einen normalen Gemeindegottesdienst gehalten – aber vom Gemeindealltag waren diese Erfahrungen weit entfernt. Und so näherten wir uns am Anfang vorsichtig an – ich mich der Kirchengemeinde, Sie sich als Gemeinde der norddeutschen Pfarrerin mit dem ganz anderen „Dialekt“. Schnell lernte ich den großen Schatz der Gemeinde, die überaus große Mitarbeiterschar, kennen und schätzen. Besuche und Beerdigungen, der Beginn des neuen KU3-Jahrgangs und die Kinderkirche, die Vorbereitung besonderer Gottesdienste – all das machte schnell die große Vielfalt kirchengemeindlichen Lebens in Untermünkheim deutlich. Diese große Bandbreite der Aufgaben und die Begegnungen mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen machen für mich den Reiz des pfarramtlichen Diens-tes in unserer Gemeinde aus und haben mich oft berührt und berei- chert. Vieles und viele werde ich vermissen, wenn ich nun in unserer Heimatkirche in Wunstorf an die Schule zurückgehe. Gerne blicke ich auf die in den letzten Jahren gewachsenen Beziehungen zu vielen von Ihnen.  Das waren gute und an Begegnungen reiche Jahre. Ich war gerne Pfarrerin in der württembergischen Kirche, haben Sie mir in diesen Jahren doch auch den Blick für eine andere, verbindlichere und offensivere  Form christlichen Glaubens und Lebens geöffnet, als ich sie vorher erfahren hatte. Ich danke Ihnen herzlich für das mir   entgegengebrachte Vertrauen, für viele gelungene und gute Begegnungen und wünsche der Kirchengemeinde nur das Allerbeste, vor allem den Segen unseres Gottes – nicht zuletzt natürlich, dass sich die personalen Lücken bald wieder schließen. 

Nikola Lenke