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21.05.2012 : 09:45

Männervesper

Liebe Freunde,

das zweite Männervesper steht an:

· am 20.10.2011

· Thema: Höhlenforscher auf Abwegen - im Vitriolstollen bei Untermünkheim-Wittighausen

· Referent: Markus Pantle

· Ort: Ev. Gemeindehaus Untermünkheim.

· Beginn Vesper: 19:00 Uhr.

· Beginn Vortrag: 20:00 Uhr

 

Die Teilnahme nur am Vortrag ist möglich.

 

Wir freuen uns auf viele Besucher, besonders auf Euch.

 

Liebe Grüße vom Veranstaltungsteam

 

Im Auftrag

 

Wilfried Kuch

Sommerpause

Liebe Freunde unseres Männervespers,

die Termin- und Themenplanung für 2011/2012 ist nahezu abgeschlossen.

Sie liegt als Anlage bei. Damit habt Ihr die Möglichkeit unsere Männervespertermine langfristig zu einzuplanen.
Wir wünschen Euch eine gute und gesegnete Sommerzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen am 15.09.2011 beim nächsten Männervesper

 Termin- und Themenplanung für 2011/2012

das Veranstaltungsteam

Dr. Imanuel Gieck
Jürgen Frank
Dieter Wolpert
Wilfried Kuch

Der Lerchentyp geht früh ins Bett

Am Donnerstag 19.05.2011 ist ein medizinisches Thema angekündigt, es geht um Schlafstörungen. Weil es ein wichtiges Thema ist, wie Wilfried Kuch erzählt, und weil es der letzte Abend vor der Sommerpause ist, sind auch die Frauen aus der Kirchengemeinde eingeladen. Das wird immer einmal im Jahr so gemacht.
Am Abend ist der Raum schön geschmückt und ungefähr zur Hälfte gefüllt. Nach einem Tischgebet, von Dr. Imanuel Gieck gesprochen, beginnt punkt sieben Uhr das gemeinsame Essen. Heute hat man sich für Saitenwürstle entschieden, weil man mit einem großen Andrang rechnet und weil die Würstle relativ leicht zuzubereiten sind. Jürgen Frank bedient die Gäste, Dieter Wolpert bereitet den Nachschub in der Küche zu. Dr. Imanuel Gieck und Wilfried Kuch begrüßen die Ankommenden. Die Gruppe im Raum besteht bereits aus vielen Frauen und sowohl Herta Brenner, als auch Ingrid Sedlak und Gisela Stier, die extra aus Hall angereist ist, bestätigen, dass sie gerne zum Männervesper kommen, wenn man darf. Alle Themen seien sehr interessant und hochwertig „man nimmt immer was mit heim“.
Der Raum ist erfüllt von den vielen Gesprächen, hier treffen sich Nachbarn oder andere Leute aus dem Dorf, die sich schon länger nicht mehr gesehen haben. Die Atmosphäre im Raum ist sehr entspannt.
Helmut Blum sagt, das Männervesper sei ein tolles Angebot in Untermünkheim. Aus den Besuchern habe sich vor Jahren eine Gruppe gebildet, die Exkursionen zum Berg Athos in Griechenland unternommen habe. Das sei immer ein ganz besonderes Erlebnis gewesen, man habe dort soziale Kontakte gepflegt, sei in die innere Einkehr gegangen und habe bei der Olivenernte geholfen. Leider sei der dortige Pater ausgereist, so dass sich die Gruppe aufgelöst habe. Mit leuchtenden Augen meint Helmut Blum: Aber die Erinnerungen bleiben!
Harald Englert, ärztlicher Leiter des Schlaflabors in der Klinik Löwenstein liefert einen eindrucksvollen, kompetenten Vortrag über Schlafstörungen, von denen in der BRD mehrere Millionen Menschen betroffen sind. Sehr interessant ist seine Aussage, dass es beim Schlafverhalten Lerchentypen und Eulentypen gibt. Die einen gehen früh ins Bett, die anderen spät. Das Publikum lauscht andächtig, auch die anschließende Fragerunde verläuft sehr lebhaft. Als Dank bekommt der Referent ein Vesperbrettle, außerordentlich passend zu einer Vesperrunde. Eine sehr schöne Idee.
Dieter Wolpert berichtet auf Nachfrage, dass es für die kommende Saison bereits Pläne gibt. Der Pilot eines Rettungshubschraubers wird seine Arbeit vorstellen, es wird wieder Reiseberichte geben und auch medizinisch-theologische Themen sind vorgesehen. Die Veranstaltungen plant das Quartett gemeinsam, auch die Referenten werden aus dem Team angesprochen. Übrigens gab es in der Vergangenheit bereits zweimal weibliche Referentinnen, ein echtes Kuriosum bei einem Männervesper!
Als sich der Saal leert, sind die Veranstalter schon wieder an der Arbeit: Dr. Imanuel Gieck baut mit dem Referenten die Technik ab, Dieter Wolpert räumt in der Küche die Spülmaschine ein, Jürgen Frank wischt die Tische ab und Wilfried Kuch diskutiert noch engagiert mit den Gästen. So geht ein angenehmer Abend zu Ende.
Am 15. September 2011 werden die Organisatoren die Männervesperreihe 2011 / 2012 mit einem spannenden Thema beginnen.

 

Elvira Probst-Lipski

 

 

Männervesper

beim MännervesperSchon während der Bauzeit und vor allem während der Planungen der Veranstaltungen zur Einweihung des neuen Gemeindehauses sind Überlegungen entstanden in Untermünkheim ein Männervesper zu gründen.
Wilfried Kuch, Dieter Wolpert und Imanuel Gieck begeisterten sich für die neue Aufgabe und stellen seitdem das Vorbereitungsteam.

Wir starteten mit unserem ersten "etwas anderen Stammtisch" am 8.10.1998. Nach einem sehr schmackhaften und ausführlichen Essen hielt der Landesmännerpfarrer Christoph Rau ein Referat mit dem Thema:" Vater ein Job auf Lebenszeit. Eine anschließende Diskussion mit dem Referenten konnte das Rollenverständnis weiter vertiefen und ist seither regelmäßiger Bestandteil unserer Abende. Es ist unser Ziel ein möglichst weit gestecktes Spektrum an Männer betreffenden Themen aufzugreifen. In der zurückliegenden Zeit beschäftigten wir uns mit Themen aus der Psychologie, Gentechnologie, Kriminalstatistik, Humor, Ehrenamt, Glauben, Kommunikation, alternative Energien usw. Für das kommende Jahr stehen folgende Themenbereiche auf dem Programm: Nachhaltigkeit, Besteigung des Kilimanjaro, Organspende, Islam, evtl. sogar eine gemeinsame Reise in die Mönchsrepublik Athos zur Olivenernte.
Unsere Abende finden immer an Donnerstagen statt. Wir treffen uns um 19.00 Uhr im Gemeindehaus zum gemeinsamen Essen, das uns jeweils mit viel Liebe von Frau Birgit Brauch vorbereitet wird. Ca. 20.00 Uhr beginnt das Referat. Es dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde. Anschließend kann noch in gemütlicher Runde mit etwas zu Trinken über das gehörte Thema, oder über andere wichtige Themen diskutiert werden. Jeder kann den Abend nach seinen Bedürfnissen lang oder kurz gestalten. Finanziert wir das Männervesper hauptsächlich durch Spenden. Die Kirchengemeinde stellt allerdings einen Sockelbetrag.
Unsere Veranstaltungen finden vorwiegend im Winterhalbjahr statt. Im Sommer machen wir eine Pause.Ausflug 2007
Mit dem Männervesper wollen wir eine Möglichkeit schaffen, wo Männer sich untereinander über Fragen des Lebens und Glaubens in einer guten Gemeinschaft austauschen können. Wir freuen uns, daß eine Gruppe von ca. 25 bis 30 Teilnehmern regelmäßig dieses Angebot wahrnimmt.

Wir laden alle Männer der Gemeinde herzlich ein!

 

 

Thema „Patientenverfügung“ mit Prof.R.Blobel

Bei unserem ersten Männervesper im neuen Jahr beschäftigten wir uns mit dem Thema Patientenverfügung.
Vor einem  sehr gut gefüllten Saal ( es waren sogar drei Frauen anwesend) berichtete Prof. Dr. Blobel über die Entstehungsgeschichte der Patientenverfügung mit dem Kemptner Urteil vor ca. 25 Jahren bis zum heutigen Stand, der nun seit 2010 auch gesetzlich fest verankert ist.
In Kempten war von den Angehörigen einer seit vielen Jahren schwer pflegebedürftigen bewusstlosen Patientin
die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen gerichtlich bis zum Oberlandesgericht durchgesetzt worden.
Die Begründung der Angehörigen war der mutmaßliche Wille der Patientin zur Beendigung eines nicht mehr behebbaren Leidens. Die Richter stellten damals das Selbstbestimmungsrecht des Patienten über das Lebensrecht, wie es das Gesetz bis zu diesem Zeitpunkt vorsah.
In einer langen Periode des Nachdenkens und der Diskussion haben sich im Bundestag zwei Gruppen von Abgeordneten gebildet, die jeweils entweder das Selbstbestimmungsrecht oder das Lebensrecht des Patienten für höherwertiger erachteten. In einem sog. Gruppenantrag haben sich nun seit 2009 die Befürworter des Selbstbestimmungsrechts durchgesetzt. So dass die gesetzliche Regelung jetzt so aussieht, dass der in der Patientenverfügung festgelegte Wille des Patienten absolute Gültigkeit hat. Nichtbeachtung der Verfügung ist als fahrlässige Körperverletzung strafbar.
Was in der Verfügung festgelegt werden sollte, hat Prof. Blobel dann anhand des vom Kreisseniorenrat ausgearbeiteten Faltblatts erläutert. Er hat uns dabei klar gemacht wie wichtig es ist, überhaupt seinen Willen festzulegen, damit bei schweren Krankheitsverläufen die Angehörigen und die behandelnden Ärzte im Sinne des Patienten handeln.
Die vom Seniorenrat erstellte Fassung der Patientenverfügung kann entweder über das Landratsamt über den Betreuungsverein, oder über die Hausarztpraxen bezogen werden. Dort kann sich auch jeder bei der Erstellung der Verfügung beraten lassen. Die Verfügung sollte bei den Angehörigen und dem Hausarzt hinterlegt werden, um gegebenenfalls eine rasche Umsetzung zu ermöglichen.

 

(Imanuel Gieck)

Männervesper auf Weltraummission

 

Das Männervesper begann sein Winterhalbjahr 2009/10 mit einer Exkursion zum Luft- und Raumfahrtzentrum nach Lampoldshausen.

Lampoldshausen liegt im Hardthäuser Wald, ungefähr 35 km nordwestlich von Unter-münkheim. Hier wurde vor 50 Jahren ein Prüf- und Testzentrum für alle deutschen und europäischen Raketenmotoren gegründet. Das heißt, dass alle Raketenantriebe der deutschen und europäischen Hersteller hier ihre Triebwerke testen und abnehmen lassen müssen, bevor sie zum Einsatz kommen. Ariane5 (s. Foto) ist die bekannteste Rakete, deren Motoren hier getestet werden.

Ohne das Zentrum in Lampoldshausen wäre heute noch keine europäische Rakete in das Weltall vorgestoßen.

Dieses Zentrum steht mittlerweile mit seinem technischen Know How an der Weltspitze. Deshalb laufen in jüngster Zeit Verhandlungen mit der NASA. Die Amerikaner wollen Ariane5 Raketen als unbemannten Materialtransporter zur ISS (amerikanische Weltraumstation) verwenden, weil sie derzeit keine eigene Alternative zur Verfügung stellen können.

Es erklärt sich von selbst, dass aus Sicherheits- und Spionagegründen der Zugang zu diesem Zentrum für die Allgemeinheit gesperrt ist.

Jedoch zu besonderen Anlässen (dieses Jahr 50 jähriges Jubiläum) gab es einen „Tag der offenen Tür“ am 19. September 2009. Unsere Männervesperer ließen sich diese Gelegenheit nicht entgehen.

Um 09:00 Uhr starteten 18 Teilnehmer in 4 PKW.

Begrüßt wurden wir am Haupteingang des Zentrums von einem selbstfahrenden Roboter der uns ansprach und auf unsere Antworten spontan reagierte.

Ausgerüstet mit Informations- und Kartenmaterial machten wir uns auf den Rundgang, der uns an die wichtigsten Stationen des Zentrums führte.

  • Herstellung von Treibstoffmisch- und Brennkammern. Hier werden Betriebstemperaturen von 3 000°C erreicht, was jegliches Material zum schmelzen bringt. Deshalb ist ein aufwändiges Kühlsystem erforderlich, was auf der Erde und unter Weltraumbedingungen funktioniert.
  • Aufbau kleiner Strahltriebwerke. Einer der älteren Mitarbeiter hat ein solches Teil an sein Fahrrad gebaut. Damit düst er von Prüfstand zu Prüfstand. Sein größtes Problem ist, dieses Vehikel wieder anzuhalten.
  • Dann kamen die Prüfstände. Sie bestehen aus bis zu 50m hohen Silos, in denen die Triebwerke montiert werden. Hier hängen die Raketenmotoren. 60 000 PS und mehr geballte Kraft auf 1,80 Durchmesser und 2,50 m Höhe. Vor wenigen Tagen wurde mit diesem Triebwerk ein neuer Rekord, 125 Tonnen Schubleistung, aufgestellt. Das Interesse der NASA spornt die Lampoldshäuser weiter an, so dass beim nächsten Test im Oktober diese  Marke noch einmal deutlich nach oben geschoben wird. Dann wird die Ariane5 anstatt 5 Tonnen (bisher) 12 Tonnen Nutzlast in das Weltall transportieren.       
  • In Lampoldshausen gibt es mehrere Prüfstände, die entsprechend ihrer Aufgaben konzipiert sind.       
    Einsatzstellen:                                                                                    
    * zum Start auf der Erde; Merkmal: Luft (Atmosphäre), Umgebungstemperatur ca. +25°C, Erdanziehungskraft, Erdmagnetfeld;                                                    
    * in großer Höhe, dünne Atmosphäre, Umgebungstemperatur bei –50°C;         
    * im Weltall, keine Atmosphäre, Außentemperaturen der Rakete an der sonnenbeschienen Seite +150°C, dagegen an der Schattenseite –150°C;                                                
    * Ein besonderer Prüfstand wird nur zu Forschungszwecken verwendet.
  • Alle Prüfstände sind mit Kommandozentralen in unterirdischen Bunkern verbunden. Die Kommandozentralen entsprechen denen der Betriebsstartanlagen mit unzähligen Monitoren, Kameras und Computern wie wir sie aus Fernsehübertragungen kennen. Von dort werden die Tests gesteuert. Jeder Testablauf entspricht exakt dem Start einer Rakete, wie er in der Realität durchgeführt wird.
  • Weiter ging es zu den Feststoffraketen mit Erklärung über deren Aufgaben, Wirkungsweise und den Folgen im Störungsfall.
  • Vorbei an der längsten deutschen Freiluft Laserteststrecke zur Vermessung und Ortung von Weltraumschrott ging es zum jüngsten Standbein des Zentrums, der Entwicklung und Produktion von Kleintriebwerken in der Reinraummontage. Diese Kleintriebwerke kommen zur Bahnkorrektur von Satelliten, die im Orbit stationiert sind, zum Einsatz.

 

Nach 4 Stunden Rundgang waren wir sehr beeindruckt, auf welch hohem Niveau im Hardthäuser Wald für die Raumfahrt gearbeitet wird.