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Zusammenarbeit Untermünkheim - Enslingen
Die jetzt beschlossene Fusion der Kirchengemeinden Enslingen und Untermünkheim-Übrigshausen hat eine lange Vorgeschichte. Die ersten Kontakte gehen auf das Jahr 1987 zurück. Damals begann die Zusammenarbeit mit dem Kinderferienprogramm unter der Leitung der Familien Baumann und Stapf. Das Ferienprogramm war und ist immer eine Veranstaltung beider Kirchengemeinden.
Mit Pfarrer Schnürle (03/98-07/2007) wurden die Beziehungen zu Enslingen intensiver, da mit dem Weggang von Pfarrer Ludwig zum 1. Juli 2001 die Pfarrstelle auf 50% reduziert wurde. Auf der Ebene der Kirchengemeinderäte war durch mehrere gemeinsame Wochenenden das Vertrauen auf beiden Seiten schon gewachsen. 2001 gab es die erste gemeinsame Familienfreizeit. Während der Vakatur in Enslingen vom Juli 2001 bis zum September 2002 erfolgten die Sitzungen beider Kirchengemeinderäte als gemeinsame Sitzungen. In dieser Zeit gab es erstmals alle vier Wochen einen gemeinsamen Gottesdienst. Im Sommer 2001 erstellte Volker Brecht eine Gemeindeanalyse, die nicht ohne Folgen blieb. Durch die Kirchenwahlen im November 2001 änderten sich die Gremien nicht entscheidend.
Einen wesentlichen Impuls bekam die Zusammenarbeit ab 2001 durch die Koordination des KU3 Unterrichts durch Kristina Schnürle und die Gestaltung des KU8 Unterrichts im gemeinsamen Team.
Im September 2002 trat Pfarrer Luithle seinen Dienst als Pfarrer in Enslingen (50%) an. Er verstärkte das Team des Konfirmandenunterrichts KU8 ab März 2004.
2003 entstand der erste gemeinsame Jugendkreis zwischen Enslingen und Untermünkheim. Als Folge der Gemeindeanalyse, und weil beiden Kirchengemeinderäten die Jugendarbeit sehr am Herzen lag, wurde im November 2003 der Verein für Jugendarbeit und Gemeindeaufbau gemeindeübergreifend gegründet. Ebenfalls als Konsequenz aus der Gemeindeanalyse fand von Januar bis März 2004 der erste Alpha-Kurs statt. Im Juli 2004 startete das erste Vater-Kind Camp. Als Höhepunkt dieser Entwicklung kam es dann im September 2004 zu Anstellung der Jugendreferentin Ruth Köhl, zunächst zu 75%.
Nach einjähriger Vorarbeit erstellten die beiden Kirchengemeinderäte im Januar 2005 während des gemeinsamen Wochenendes unser Selbstverständnis. Im Oktober 2005 einigten wir uns dann auch auf unser gemeinsames Logo: “Gemeinsam Gottes Liebe sichtbar machen“. Im März 2005 war es bereits zu der kirchenrechtlichen Vereinbarung über einen Kooperationsvertrag für den Verein für Diakonie und Seelsorge gekommen.
Ebenfalls im Oktober 2005 wirkten beide Kirchengemeinden bei der Veranstaltunsreihe „Neu Anfangen“ zusammen.
Überlegungen zu einer weiteren auch verwaltungstechnischen Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Enslingen und Untermünkheim führten zu einem Strukturausschuß, der die juristischen Möglichkeiten einer weiteren Verknüpfung beider Gemeinden klären sollte. Dieser Ausschuß traf sich im Frühjahr und Sommer 2006 vielfach. Für die Umsetzung der dabei erarbeiteten Möglichkeiten war die Zeit damals allerdings noch nicht reif. Deshalb wurde nur die praktische Zusammenarbeit intensiviert. Nach zweijährigen Vorarbeiten verknüpften sich die Bereichsleitungen beider Gemeinden im Januar 2007.
Seit März 2007 liegt die Kirchenpflege in einer Hand (Dieter Zimmermann). Der Gemeindebrief für beide Gemeinden entsteht seit März 2007 gemeinsam. Im April 2007 fand eine Gemeindefreizeit für Untermünkheim und Enslingen statt. Die Veröffentlichung der kirchlichen Nachrichten im Rathausboten erfolgen seit September 2007 gemeinsam.
Die Kirchenwahlen im November 2007 haben die Gremien bestätigt und damit eine Fortführung des Zusammenwachsens ermöglicht.
Durch die Vakatur in Untermünkheim (2007-2008) mit der Vertretung durch Pfarrer Luithle ist diese Tendenz weiter gewachsen.
Seit September 2009 findet als weitere Gemeinsamkeit die Vorbereitung der Kinderkirchen gemeinsam statt.
Nach all dieser Zeit mit den vielfachen Schritten aufeinander zu und der gewachsenen Gemeinschaft war es nur eine logische Folge, dass die Kirchengemeinderäte im November 2009 den Beschluß zur Fusion der Kirchengemeinde Enslingen und der Gesamtkirchengemeinde Untermünkheim-Übrigshausen gefasst haben. Das alles in der Hoffnung, nicht nur die Pfarrstelle in Enslingen zu erhalten, sondern auch eine Kirchengemeinde zu sein, in der Jedermann Heimat finden kann und sich angenommen weiß.
Dr. Imanuel Gieck







