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21.05.2012 : 10:28

Ein Jahresbericht der andern Art ......

 

Was soll man über ein fast zurückliegendes Jahr schreiben, in dem sich die Ereignisse überschlagen haben und trotzdem alles fast „normal“ weitergelaufen ist ?
Was heißt „Normalität“ überhaupt in der Jugendarbeit ? – Sind es die Gruppen und Kreise, die sich wöchentlich treffen, seit Herbst mit neuen jungen Mitarbeitern, mit neuen Teilnehmern – wieder eine hochmotivierte junge Generation. Ist TenSing normal, wo sich zeigt, dass, wie jedes Jahr, alles wieder ganz anders ist – wieder über die Hälfte der Teilnehmer neu sind ?
Das Jahr 2010 hat mit zwei Paukenschlägen begonnen: Unsere Jugendreferentin Ruth Köhl ist zu Höherem berufen worden, zu einer neuen Arbeitsstelle in 800 m Höhe auf der Schwäbischen Alb und unser Pfarrer Johannes Luithle, der mit seinen großen geistlichen und musikalischen Gaben der Fels in der Brandung unserer kreativen Musiker bei TenSing war, ist vom lieblichen Kochertal in den rauhen Schwarzwald gezogen. Wir haben auf einen Schlag sozusagen die gesamte Führungsmannschaft verloren – und mit Thomas Ammermann dann noch einen Mitstreiter im Vorstand dazu.
Evangelische Jugendarbeit heißt, ständig Veränderungen zu erleben und sich neuen Anforderungen zu stellen. Nicht nur im Hauptamt – auch bei unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern erleben wir jedes Jahr, dass die „altgedienten Profis“ im Seniorenalter von noch nicht mal 20 Jahren ein Studium beginnen und plötzlich Platz machen für Mitarbeiter, die gerade erst konfirmiert worden sind.
Wie gut, dass wir in Untermünkheim (hier zähle ich selbstverständlich  im Vorgriff auf die Fusion der Kirchengemeinden auch Enslingen und Übrigshausen samt Nebenorten dazu) einen treuen Stamm von Freunden der Jugendarbeit haben, die mit großer Liebe zu den Jugendlichen helfen, mit Rat, Tat und Gebet das Schiff über Wasser zu halten.
Ski- und Familienfreizeit, Ferienprogramm, Hike, Jugendarbeit in der Schule, Arbeitskreis Jugend und natürlich der Konfirmandenunterricht im KU8 und nicht zu vergessen Konfi3 mit dem ganz speziellen Untermünkheimer teamorientierten Ansatz sind die Felder wo wir sie wiederfinden: die jung gebliebenen mittelalterlichen grauen Eminenzen mit einem großen Herzen für die Jugend.
So haben wir unseren neuen Jugendreferenten Ronnie Berzins gefunden, der seit 1. September sein Anerkennungsjahr bei uns macht: „... wir suchen  einen Jugendreferenten, dem die Jugendarbeit ein Herzensanliegen ist“. Er hat sich an diese Stelle getraut. Mit ihm und seiner Frau Judith samt Tochter Lotta ist auch hier die nächste Generation bei uns gelandet.
Es kann und wird weitergehen, dafür sorgt auch unser neuer Pfarrer Stefan Engelhart mit Frau Heide und den beiden Söhnen Florian und Johannes. Die Chemie stimmt und wir sind froh, dass wir einen bodenständigen Begleiter neu in unseren Vorstand wählen konnten. Unsere etwa 50 ehrenamtlichen Jugendmitarbeiter freuen sich, dass wir wieder hauptamtlich begleitet werden.
Und ganz klammheimlich hat sich im Bürgerhaus in Enslingen eine neue bedeutende Gruppe etablieren können. Regina Worbes Renz trifft sich regelmäßig mit etwa 20-25 Müttern und Vätern zur musikalischen Früherziehung  „Musikarche“ und „Musik von Anfang an“. Auch das ist sowohl ein Zeichen für Veränderung als auch für Kontinuität. Mit der musikalischen Arbeit für 2-5 Jährige bietet sich für Kinder und Eltern die Chance, unsere Gemeinde kennen zu lernen. Wir haben aber natürlich ganz im stillen die Hoffnung, dass 10 – 15 Jahre später zahlreiche begnadete Gitarristen, Keyborder, bass-(wo)men, drummer und Vokalisten nicht nur TenSing, sondern unsere ganzen Jugendgruppen aufmischen.
Also ein Jahresrückblick der anderen Art ?
Ich bin als Landwirt immer wieder sehr beeindruckt von der tiefen Wahrheit der Geschichte aus Lukas 9,62 als einer zu Jesus sagt „Herr ich möchte Dir gerne nachfolgen, ich muss aber noch dies und das tun …“ und Jesus antwortet „Wer seine Hand an den Pflug legt, und sieht zurück, der ist nicht geschickt fürs Reich Gottes.“
Gute, saubere Furchen zu ziehen ist einfacher,auch mit unseren modernen technischen Traktorwunderwerken , wenn man nach vorne , mit einem klaren Ziel vor Augen fährt und sich nicht auf das konzentriert, was man schon geschafft hat – auch wenn der super gepflügte Acker hinter einem so derartig schön ist, dass man darüber fast den rauhen ungepflügten vor einem vergessen möchte.
Unsere Jugendarbeit im neuen Jahr wird – wie immer und ganz traditionell – unverändert weiter laufen, dies aber so ganz anders als bisher, mit ganz neuen Mitarbeitern mit ganz neuen Ideen und Gedanken , mit eigener unverwechselbarer Persönlichkeit. Spannend bleibt es allemal.
Wenn Sie uns unterstützen möchten, laden wir Sie ganz herzlich ein, Mitglied im Verein für Jugendarbeit und Gemeindeaufbau zu werden. Die Jahresbeiträge mit 10 Euro für Geringverdiener und 20 Euro für Normalverdiener sind in erträglichem Rahmen. Über 100 Mitglieder unterstützen unsere Jugendreferentenstelle mit einem regelmäßigen monatlichen Beitrag zwischen 2 Euro und 150 Euro. Wenn Sie auch dazu gehören wollen: Im Pfarramt sind Beitrittserklärungen erhältlich. Für die ganz eilige Spende zwischendurch hier unsere Kontonummer:

Konto  7330 006 VR Bank Schwäbisch Hall BLZ 62290110
Ganz herzlichen Dank. Für die nun beginnende Adventszeit und den Jahreswechsel wünschen wir Ihnen alles Gute und Gottes Segen. Bleiben Sie unserer Jugend mit großer Liebe und großem Herzen verbunden.

Ihr
 Helmut Bleher, Vorsitzender