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21.05.2012 : 10:33

Mitgliederversammlung 2011


Sind perfekte Eltern gefährlich ?

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins für Jugendarbeit und Gemeindeaufbau sprach Direktor Martin Berger von der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik über das Thema „Was Kinder wirklich brauchen …“ und was Eltern in der modernen Gesellschaft zu einer positiven Erziehung beitragen können.
Er stellte fest, dass die verbreitete Angst der Eltern, in der Erziehung zu versagen, womöglich den Kindern nicht den Einstieg auf die Karriereleiter zu geben, die Eltern zum Perfektionismus verleitet und sich selbst und das Kind zu überfordern. Als abschreckendes Beispiel nannte er die amerikanische Autorin Amy Juah mit ihrem millionenfach verkauften Erfolgsbestseller „A battlehymn of the tiger mama“, wo sie darüber berichtet, wie sie nach chinesischen Grundsätzen ihre Tochter zum Erfolg zwingt und bringt, in dem sie unnachgiebige Disziplin fordert und durchsetzt.
Seine Antwort ist zum einen beruhigend zum andern anspruchsvoll: Kinder brauchen authentische Eltern, die das leben, was sie ihren Kindern erzählen. In diesem Sinn macht Berger Mut zur Autorität, aber auch Mut als Eltern Fehler machen und zugeben zu dürfen. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Eltern und Kindern und die Gestaltung der Beziehung. Martin Berger gibt drei abschließende Ratschläge für die Eltern zur Entspannung der Beziehung zu Ihren Kindern:

- Immer gut von seinen Kindern denken
- Sich Zeit lassen
- Den Humor behalten

Der Vorsitzende Helmut Bleher hatte zuvor in seiner Begrüßung über die Aktivitäten des Vereines und die Vorstandsarbeit berichtet. Erstmals konnte Regina Renz, die im Auftrag des Vereins in wöchentlichen Gruppenstunden musikalische Früherziehung für Kinder von 1 Jahr bis 3 Jahren anbietet, aus Ihrer Arbeit erzählen und Jugendreferent Ronnie Berzins das ganze Spektrum der äußerst umfangreichen Jugendarbeit in der Kirchengemeinde darstellen. Auch Bürgermeister Maschke ging in seinem Grußwort auf die gute Zusammenarbeit in der Jugendarbeit zwischen Gemeinde und Kirchengemeinde ein. Vorsitzender Helmut Bleher bedankte sich bei Bürgermeister und Gemeinderat ausdrücklich über den Zuschuss der Gemeinde im Rahmen der Jugendförderrichtlinie.
Die Finanzen des Vereins haben sich im Jahr 2010 erholt – vor allem weil nur 6 Monate ein Anstellungsverhältnis bestand. Kassier Grigor Hammer nahm dies zum Anlass, nach Einstellung des neuen Jugendreferenten auf die Bedeutung der laufenden Spenden hinzuweisen, um die Stelle des Jugendreferenten zu festigen.
Da der Vereinsvorstand dringend auf gute Protokolle für die Dokumentation der gemeinnützigen Arbeit angewiesen ist, wurde im Rahmen einer Satzungsänderung der neue Vorstandsposten „Schriftführer“ geschaffen. Wie aber zu erwarten war, konnte vorerst noch keiner / keine gefunden werden. Der Verein sucht nun bis zur nächsten Wahlversammlung im Mai 2012 jemand der ein Herz für die Jugendarbeit hat, die Arbeit im Vorstand mit gestalten möchte und sich zur Wahl als Schriftführer/in stellt. Die Vorstandsarbeit besteht aus etwa 3 Sitzungen im Jahr, ist also zeitlich zu bewältigen.

Menschen, die sich einbringen wollen, können sich beim Vorsitzenden Helmut Bleher, der zweiten Vorsitzenden Dorothea Klotz oder bei Pfarrer Engelhart melden.
Helmut Bleher