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50 Kinder stehen auf der Kirchstr. .
Das Redaktionsteam hat sich die Frage gestellt
ob die Turmfalken wohl auch im Winter in Enslingen sind und woher die Pfeifgeräusche kommen. Viele Gemeindeglieder haben in den letzten Tagen vom Kirchturm und von umliegenden Gehöften herum Vogelstimmen wahrgenommen.
Ein Redaktionsmitglied versuchte dann, wegen der lauten Glockengeräusche mit Gehörschutz versehen, der Sache auf den Grund zu gehen. Er stieg tagsüber die 5 Stockwerke in den Glockenturm hinauf. Im Nistkasten der Turmfalken war sofort ein heftiges "tititi" zu hören, was die Frage auf das vorhandensein von Turmfalken schnell beantwortete. Ein paar Meter weiter entfernt war in einem mit schräg stehenden Brettern versehenen Fenster ebenso Bewegung erkennbar. Nach ein paar weiteren vorsichtigen Schritten schaute das runde, flache Gesicht einer verdutzten Eule einen ebenso verdutzten Beobachter an und machte sich schnell davon, ohne eine genaue Bestimmung zuzulassen.
Sind die Turmfalken nun bei Schnee und Kälte auch noch im Turm? Untersuchungen von Biologen an Turmfalken, die mit Sendern ausgestattet sind, ergeben, dass diese in ganz Europa weit verbreiteten Vögel sowohl Zugvögel als auch Standvögel sind. Entscheidend ist das Nahrungsangebot. Finden sie auch im Winter genug Nahrung bleiben sie wo sie sind.
Falls sie aber auf Wanderschaft gehen scheuen die guten Flieger, die an ihrem stehenden Rüttelflug während der Nahrungssuche leicht erkennbar sind, keine Hindernisse. Anders als andere Zugvögel legten besenderte Vögel Wege direkt über die Alpen und einige Jungvögel sogar nach Afrika zurück – und das nicht über die Meerenge von Gibraltar sondern über das offene Meer.
Ob die Pfeifgeräusche nun von den Turmfalken oder von den Eulen stammten, das wird uns sicher noch ein befreundeter Biologe sagen können.

