Gustav Adolf Werk (GAW)

Das Gustav-Adolf-Werk ist Brücke zwischen den evangelischen Kirchen in Deutschland und kleinen evang. Gemeinden in der Diaspora (Diaspora = religiöse Minderheit). Das GAW entsendet Freiwillige in soziale Einrichtungen von Diasporakirchen, hilft Kirchen zu bauen, unterstützt kleine Gemeinden und verbindet so Christen miteinander.

 Diasporasituationen finden sich in vielen Gemeinden der vierzig Partnerkirchen des GAW in Europa, Südamerika und Russland. Es bleibt die zentrale Aufgabe des kleinen Diasporawerks der Landeskirche, sich den Nöten und Sorgen der teilweise extrem kleinen evangelischen Minderheiten anzunehmen und sie mit Mitteln der Gebergemeinden zu fördern. Der Einsatz des GAW ist sehr vielfältig.

Seit über dreizehn Jahren sendet das GAW auch Freiwillige in zahlreiche Projekte der Partnerkirchen. Die Gemeinden wiederum sehen sich mit großen Aufgaben konfrontiert: Da sind Menschen in Elendsvierteln, denen es am Nötigsten fehlt und Bildung kaum möglich ist. Da brauchen Arbeitslose oder vereinsamte Landarbeiter mit ihren Familien Hilfe. Da müssen Familien inmitten einer vom Drogenhandel beherrschten Gegend leben.  Menschen mit Behinderung und ihre Familien finden kaum Hilfe in der Gesellschaft.

Die Kirchengemeinde Untermünkheim hilft mit ihrem jährlichen Beitrag an as Gustav-Adolf-Werk den Menschen in ihrer Minderheitensituation. Seit Jahrzehnten gibt es in unserer Gemeinde einen Gustav-Adolf-Frauenkreis, der das Gustav-Adolf-Werk mit seinem Opfer unterstützt.

Der Frauenkreis wird auch liebevoll „Gustävler“ genannt. Den Frauenkreis gab es schon vor dem 2. Weltkrieg und wurde danach wieder neu ins Leben gerufen. In diesen Jahren – so wurde überliefert – waren die Zusammenkünfte geprägt vom basteln, häkeln, stricken von Produkten die später verkauft wurden und deren Erlös dem Gustav-Adolf-Werk zugutekam. Geleitet wurde der Kreis von den Pfarrern. Zuletzt von Pfarrer Heinz Schnürle zusammen mit Frau Häberlein. Seit Pfarrer Schnürle 2007 Untermünkheim verlassen hat, wird der Kreis von Frau Ruth Kraft geleitet.

Frau Kraft schreibt: „Ich wurde mal angefragt, ob ich mit den Frauen basteln würde. Und so bin ich zu dem Kreis  gestoßen. Wir Gustävler sind eine harmonische Gruppe. Wir treffen uns regelmäßig montags von 15.00 – 16.30 Uhr im Gemeindehaus. Wir singen und beten, hören Vorträge von Referenten, die wir einladen z.B. Pfarrer im Ruhestand. Wir feiern Feste und machen kleine Ausflüge. Sehr wichtig ist uns, dass wir gegenseitig um einander kümmern.“ Zum „Gustävle“ werden alle Frauen an der Haustüre abgeholt und wieder nach Hause gebracht.

Vom Gustav-Adolf-Werk werden jährlich Projekte aus aller Welt zur Unterstützung ausgeschrieben. Vom „Gustävle“ werden daraus einzelne Projekt ausgesucht wie z.B. 2014 das Kinderheim Zsobok in Rumänien. In dem bereitgestellten Opferkässle kommen so jährlich ca. 400-500 € zusammen, die an das Gustav-Adolf-Werk für das ausgesuchte Projekt weitergegeben werden.

Näheres zum Gustav-Adolf-Werk insbesondere die langjährige Geschichte können Sie auf der

Homepage des Gustav-Adolf-Werks nachlesen.