Oikokredit

Unter dem Motto „In Menschen investieren“ unterstützt Oikokredit Projekte nicht durch Zuschüsse, sondern durch rückzahlbare Darlehen, z.B. an Kleinbauern, die von der Bank kein Geld erhalten würden. Dadurch wird nicht nur die Not der Menschen gelindert, sondern oftmals die Existenzgrundlage auf Dauer gesichert und die Infrastruktur des Landes verbessert. Zudem wird der Selbstwert der Menschen gefördert, da sie nicht ständig auf Hilfe angewiesen sind und selbst etwas für die Verbesserung ihrer eigenen Situation beigetragen haben. Die Kirchengemeinde Untermünkheim hat einen Betrag aus ihren Rücklagen bei Oikokredit investiert und ist Mitglied im Förderkreis von Oikokredit.  Der Beitrag an Oikokredit ist damit keine Spende, sondern eine Kapitalanlage, die auf hohe Zinserträge verzichtet

 

Oikokredit schreibt: Als sozial orientierter Investor verfolgt Oikocredit mit ihrer Arbeit die grundsätzlichen Ziele: Entwicklung fördern und positive soziale Wirkungen erzielen. Wir zeigen seit mehr als drei Jahrzehnten, dass wirtschaftliches Handeln und soziale Verantwortung kein Gegensatz sein müssen.

40 Jahre in Menschen investieren Eine Idee hat Erfolg: Eine solidarische Hilfe für benachteiligte Menschen in den Ländern des Südens, die eine positive soziale Entwicklung, mehr Gerechtigkeit und Frieden fördert - und das mit den Mitteln des ethischen Investments. Mit diesem Modell war Oikocredit ein Pionier und ist heute einer der weltweit führenden Finanzierer von nachhaltiger Entwicklung. Möglich wurde das, weil die Idee von vielen getragen wurde: von Anlegerinnen und Anlegern auch aus Deutschland, von ehren- und hauptamtlich Engagierten, von den einheimischen Mitarbeitern in den Oikocredit- Länderbüros und von den Partnern in den Ländern des Südens. Wie es begann

in den 60er- Jahren geraten Großbanken wegen ihrer Beteiligungen an Rüstungskonzernen und Verflechtungen mit dem Apartheidregime in Südafrika in die Kritik. Junge, politisch engagierte Kirchenmitglieder verlangen 1968 auf der Versammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen nach ethischen Anlagemöglichkeiten für Kirchengelder.

Die großen Kirchen in Europa und USA könnten so einen Teil ihrer Rücklagen investieren, um Entwicklung zu fördern. Die Idee findet viele Befürworter. Im November 1975 wird die internationale Entwicklungsgenossenschaft unter dem Namen Ecumenical Development Cooperative Society (EDCS) in den Niederlanden gegründet.

Doch nicht allen ist wohl bei dem Gedanken, Darlehen anstelle von Spenden an benachteiligte Menschen zu geben. Viele Kirchen zögern, ihre Rücklagen einem Projekt mit aus ihrer Sicht unsicherer Zukunft anzuvertrauen. Denn – so meinen sie – die Armen wären auf diesem Wege nicht zu erreichen, könnten die Kredite nicht zurückzahlen, und kostendeckend würde eine solche Genossenschaft nie arbeiten.

Engagement von „unten“: Die Förderkreise

Die erhofften Kirchengelder bleiben zunächst weitgehend aus. Stattdessen erwächst eine echte Basisbewegung von Menschen aus Kirchengemeinden in ganz Europa, die an die Idee von EDCS glauben: Wenn die großen Kirchen nicht investieren, tun wir es!

So entstehen ab 1976 die Förderkreise. Der erste in Deutschland wird 1978 in Bad Boll gegründet. Über die Förderkreise können nun erstmals Privatpersonen, Vereine, Stiftungen, Kirchengemeinden und andere Organisationen bei EDCS investieren. 

Die Kirchengemeinde Untermünkheim hat einen Betrag aus ihren Rücklagen bei Oikokredit investiert und ist Mitglied im Förderkreis.

Wer sich näher informieren möchte oder selbst investieren will, kann dies auf der Homepage von Oikokredit tun, sowie die derzeit laufenden Projekte und was bisher erreicht wurde.