Trauung
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Sie möchten kirchlich heiraten und wollen wissen, was auf Sie zukommt? Welche Unterlagen brauchen Sie, wie gehen Sie vor? Hier finden Sie Informationen über die Trauung in unserer Gemeinde Evangelische Trauung sowie Wissens- und Bedenkenswertes über die kirchliche Trauung bei gemischt-konfessionellen Paaren Ökumenische Trauung.

 

Evangelische Trauung

Mindestens einer der beiden Partner ist evangelisch. Es empfiehlt sich, noch vor der Bestellung des Gasthauses mit dem Pfarramt Kontakt aufzunehmen, um sicherzustellen, dass die Kirche zum gewünschten Zeitpunkt zur Verfügung steht und auch ein Pfarrer/ eine Pfarrerin die Trauung halten kann.

Der Pfarrer/ die Pfarrerin wird einen Termin für das Traugespräch mit Ihnen vereinbaren. Ungefähr eineinhalb Stunden sollten Sie dafür einplanen. Sie sprechen über die Ehe, über die Gestaltung des Traugottesdienstes und über den von Ihnen ausgesuchten Trauspruch. Sie wählen die Lieder aus, besprechen, wer aus dem Familien- und Freundeskreis sich bei Lesungen, Fürbitten oder Musik beteiligen könnte.  

Ökumenische Trauung

Glücklicherweise ist es heute kein Problem mehr, wenn bei einem Paar unterschiedliche Konfessionen aufeinandertreffen. Von keinem der beiden wird zum Zweck der kirchlichen Trauung ein Übertritt verlangt und auch die Wahl der Konfession der Kinder wird in der Praxis den Eltern überlassen.

Immer mehr Paare wünschen sich eine Trauung, bei der beide Konfessionen beteiligt sind. Jede/r möchte etwas Vertrautes, seien es der Kirchenraum, der Pfarrer/ die Pfarrerin, bestimmte Lieder ... – und „so unterschiedlich ist’s ja sowieso nicht“, meinen viele.

Trotzdem: An einem entscheidenden Punkt ist die katholische Lehrmeinung über die Trauung mit der evangelischen Überzeugung nicht zu vergleichen:

 

Ehe – eine Sakrament

Für Katholiken ist die Ehe ein Sakrament, das sich die Eheleute gegenseitig spenden. Ein Sakrament, eine heilige Handlung also, die göttlichen Charakter hat. Darum kann nach katholischer Sicht die Ehe gültig nur in der Kirche geschlossen werden.

 

Gottes Segen erbitten

Für Evangelische hingegen ist die Ehe eine „weltliche Ordnung“. Sie wird gültig auf dem Standesamt geschlossen – und das Ehepaar kommt in die Kirche, weil es vor Gott und der Gemeinde den Ehebund bekräftigen und Gottes Segen erbitten möchte.

 

Keine wirklich ökumenische Trauung

Aufgrund dieser wesentlichen Unterschiede im Verständnis der Eheschließung ist es nicht möglich, eine evangelisch-katholische Trauung zu feiern, bei der beide Positionen gleichberechtigt nebeneinander stehen. Schlussfolgerung: Eine ökumenische Trauung kann es eigentlich nicht geben. Weil dies aber für viele Paare eine echte Katastrophe wäre, suchte man nach Lösungen in diesem Dilemma – und hat sie auch gefunden:

 

Ein konfessionsverschiedenes Paar wählt, ob es eine katholische Trauung unter Beteiligung eines evangelischen Pfarrers wünscht – oder eine evangelische Trauung unter Beteiligung eines katholischen Pfarrers. Im ersten Fall führt der katholische Pfarrer den Trauritus durch, während der evangelische die Ansprache übernimmt, im zweiten Fall ist dies in der Regel umgekehrt.

Selbstverständlich können gemischte Paare auch rein katholisch oder rein evangelisch heiraten. Die beiden Kirchen erkennen gegenseitig die Eheschließung an. Katholische Ehepartner sollten aber darauf achten, dass sie sich einen „Dispens von der Pflicht zur kanonischen Eheschließung“ erteilen lassen und im Anschluss an die Trauung die Eheschließung auch in die katholischen Eheregister eintragen lassen.

Evangelische Ehepartner sind häufig überrascht, dass sie auch bei einer ökumenischen Trauung in ei­ner evangelischen Kirche beim katholischen Pfarrer den sogenannten „Ledigeneid“ ablegen müssen, um zu bezeugen, dass sie nicht schon einmal verheira­tet waren. Die katholi­schen Partner weisen dies durch den entspre­chenden (Nicht-)Ein­trag im katholischen Taufregister nach.

 

Welche Schritte gehen Sie, wenn Sie sich öku­menisch trauen lassen möch­ten?

1.   Klären Sie, wel­chem Part­ner mehr an seiner eigenen Tradition liegt.

2. Fragen Sie dann beim entsprechenden Pfarramt Ihres Wohnorts möglichst frühzeitig nach einem Termin für die Trauung und machen Sie gleichzeitig ein erstes Gespräch mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin aus.

3.  Setzen Sie sich auch mit dem jeweils anderen Pfarramt in Verbindung. Geben Sie Ihren Trauwunsch bekannt. In der Regel wird auch dieser Pfarrer/ diese Pfarrerin ein Gespräch mit Ihnen suchen. Manchmal lässt es sich arrangieren, dass Sie das Traugespräch mit den Geistlichen beider Konfessionen gemeinsam führen können.

4.   Nun geht alles seinen Lauf wie bei einer konfessionsinternen Trauung auch: Sie planen mit dem Pfarrer/ der Pfarrerin gemeinsam den Gottesdienst, - Sie suchen sich einen Trauspruch aus, ein Bibelwort, das Sie auf Ihrem gemeinsamen Lebensweg begleiten soll, - Sie überlegen, wer aus Ihrem Freundeskreis bzw. von den Verwandten sich am Gottesdienst beteiligen könnte (musikalisch, durch die Übernahme von Lesungen oder Gebeten ...).

 

Alles Gute und Gottes Segen!


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