Junge Meisterdedektive auf Glücksspur

Ferienprogramm Untermünkheim. Mit viel Entdecker-Geist, gemeinsamen Wanderungen, Spielen und Liedern verbrachten 110 Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren aus der Gemeinde Untermünkheim ihre erste Ferienwoche. Sie wurden von rund 45 Betreuern ganztägig und liebevoll umsorgt. Zusätzlich bringen sich, beispielsweise für Küche, Kuchen und Abkühlungen, ganze Familien aus der Gemeinde und den Teilorten ein. Weitere Spender unterstützen u.a. mit frischem Obst und Gemüse, Würstchen und Weckle. Viele der engagierten Mitarbeiter, so werden die freiwilligen Helfer genannt, waren als Kinder selbst schon Teilnehmer des Evangelischen Ferienprogrammes Untermünkheim. Es wurde übrigens im Teilort Haagen vor mehr als 30 Jahren von mehreren Familien, mit anfangs 60 Kindern, ins Leben gerufen. „Die Motivation der Kinder und Jugendlichen, bei hohen Temperaturen zum Beispiel eine lange Wanderung zu machen, ist vor allem dem hohen Engagement der Mitarbeiter und Helfer zu verdanken“, weiß Andrea Bleher als diesjährige Leiterin des Ferienprogrammes.

Einsatz, Verantwortungsbewusstsein und Spaß. Die Kernidee war und ist, neben der zeitlichen Betreuung, Kindern und Jugendlichen den christlichen Glauben zeitgemäß und unkonventionell zu vermitteln. Gemeinschaften zu stiften und Glauben aktuell zu leben. Verbunden mit kindgerechten Liedern, Bildern, Gesten und Geschichten, spüren die Kinder nachvollziehbaren Themen und Werten nach. „Was heißt Streit und was heißt Frieden?“ „Was kann man dafür tun, dass Frieden wird und bleibt“? „Was ist Freundlichkeit und was Vertrauen?“. Den Organisatoren, wie Karin Beisswenger, ist wichtig, „dass die Kinder sich entdecken und zueinander finden können“. Zusätzlich wollen die Verantwortlichen ein Vorbild sein und zeigen, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. „Ich weiß genau, was das für die eigene Entwicklung heisst!“, so Beisswenger.

 

Geschichten nicht „nur“ erzählen. Damit die Vorbereitung für die reichliche Woche zu Beginn der Sommerferien immer wieder gut klappt, beginnt das Orga-Team der Evangelischen Kirchengemeinde Untermünkheim jeweils bereits im Februar mit der Arbeit. So gelingt es gemeinsam, die gesteckten Rahmenthemen klug aufzubereiten, um mit Kindern über Glaubensfragen ins Gespräch zu kommen. Vom Spielplatz in Obermünkheim, über den TURA-Sportplatz bis zum Fuxi-Pfad in Mainhardt entdecken die jungen Detektive nebenbei auch ihre unmittelbare Heimat von einer neuen Seite. 

 

„Weil es Spaß macht und man neue Freunde findet“, begründet ein Neunjähriger seine schon mehrjährige Teilnahme am Ferienprogramm. Besonders die Geländespiele, in diesem Jahr unter dem Motto „Detektive auf Spurensuche-Scotland Yard“, und die traditionelle Wasserschlacht auf dem Modellflugplatz im Ortsteil Übrigshausen begeistern die Kinder. Das große Abendteuer war, wie in jedem Jahr, die Übernachtung aller Teilnehmer in und um die Kirche Untermünkheim, im Gemeindehaus und im Rössler-Museum. Voller Aufregung lauschten die Kids nach einem Lagerfeuer mit Stockbrot der Gute-Nacht-Geschichte durch ihre Kleingruppen-Betreuer.

 

 

Großes Lob an alle! Die Verantwortlichen um Andrea Bleher sind nach dieser reichlichen Woche glücklich und dankbar, „dass es diese großartige Möglichkeit in Untermünkheim gibt, so viele Kinder, Jugendliche und Eltern für eine Woche voller Aktionen & Glaubensfragen zu begeistern! Wenn ich an anderer Stelle darüber berichte, komme ich regelmäßig ins Schwärmen“, freute sich Bleher aufrichtig.  

Ferienprogramm 2017 "Voll im Wind und voll im Leben"

so die erste Zeile eines alten Ferienprogramm -(„Fepro“) Klassikers. 109 Kinder  und 40 motivierte Mitarbeiter sangen diese Worte aus voller Kehle mit, als in der ersten Ferienwoche das legendäre Ferienprogramm der Kirchengemeinde Untermünkheim unter dem Motto „Wilder Westen“ startete.

Dementsprechend wild ging es montags gleich los, denn nach ausgiebigem Kennenlernen der vielen Wildwest-Männer- und -Frauen, war eine abenteuerliche Jagd auf schlitzohrige Banditen angesagt. In Teams machten sich die jungen Greenhorns auf, um sich im Spurenlesen rings um Untermünkheim - Valley zu beweisen und insgesamt zehn Schurken zu überrumpeln. Diese erste Prüfung unserer Cowboys und Cowgirls wurde vom Sheriff (Bürgermeister Maschke) belohnt, der die gesuchten Räuber gegen eine Tüte Eis für die ganze Bande eintauschte.

Passend war so auch die nächste Zeile des Fepro - Liedes, denn Spaß und Action soll es geben, und das nicht nur zum Wochenauftakt. Dienstagnachmitag machten sich die schon etwas wilder gewordenen jungen Westmänner und Frauen in stechender Präriehitze gen Haagen auf, wo es bei einem Stationenlauf darum ging, Teamfähigkeit zu beweisen und gemeinsam verschiedene Hürden zu überwinden. Zum Tagesabschluss lieferte sich die wilde Horde aus Mitarbeitern und Kindern eine spritzige und erfrischende Wasserschlacht auf dem Sportplatz. Leben reichlich, Leben pur!

Mittwochvormittag befolgte die ganze Bande den letzten Willen eines alten Indianerhäuptlings und brach  in friedlicher Stimmung zum Obermünkheimer Spielplatz auf, um dort die Westernstadt „Old Texas Town“ mit Leben zu füllen und rote und weiße Krieger zu vereinen. Hier gab es für unsere Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Wildwest- Fähigkeiten auszubauen: im Fluss Goldstücke waschen, neues Land bachaufwärts erforschen, sich im „Saloon“ erfrischen, bunten Indianerschmuck basteln und sich nach freiem Willen vergnügen. Fest steht: Spätestens am Mittwochabend waren aus allen Greenhorns wahre Westmänner geworden. 

Um die Ausdauer und das Geschick der Cowboys und Girls auszutesten, brach das ganze Fepro donnerstags in den Wald um Schönenberg auf, denn dort wurde zu einem aufregenden Geländespiel gerufen, bei dem für einen jeden etwas geboten war. Für die unbezähmbaren unter den jungen Cowboys ging es abermals auf Verbrecherjagd. In Teams konnten Indianerstätten überrumpelt werden, um an Geld zu gelangen. Geschickte Cowgirls und Cowboys konnten sich im Lassowerfen und Ähnlichem üben und Rohstoffe konnten abgebaut werden, sodass Eisenbahnstrecken gekauft und auf einem Spielplan erschlossen werden konnten. So wurden unter anderem Städte wie „Müllheim - Valley“, „Ina -Town“ oder „Karo - City“ endlich durch eine Eisenbahnlinie miteinander verbunden.

Um die Kreativität der Fepro-Schar zu fördern, gab es freitagmorgens die Möglichkeit,  Wagenräder mit verschiedenen Materialien zu beweben, um somit den Siedlerzug zu dekorieren. Im Anschluss ging es erneut auf Abenteuerwanderung gen Westen oder zumindest Richtung Kupfer, wo abends ein Wildwestlager zum Übernachten unter freiem Himmel aufgeschlagen wurde. Die ganze wilde Bande konnte sich dabei mit Stockbrot und gegrillten Schoko-Bananen die Bäuche stopfen.