Männervesper Die letzte Veranstaltung in der Vortragsreihe 2017/18

 

war eine Exkursion am 2.Juni 2018 zum Biohof Engelhardt nach Schönenberg.

Gemeinsamer Treffpunkt war an der Schutzhütte am Ochsenrain wo auch der Abschluss mit Grillen geplant war. Zu diesem Anlass waren auch unsere Frauen eingeladen, die sonst bei den Vorträgen des Männervespers nicht dabei sind.

Bei sommerlichen Temperaturen wanderte dann eine Gruppe von 25 Personen nach Schönenberg und wurden kurz nach 14:00 Uhr von Hartmut Engelhardt begrüßt, der erst kurz zuvor vom Wochenmarkt in Schwäbisch Hall kam.

Unter einem schattigen Baum begann Hartmut mit der Geschichte des heutigen Anwesens.

In 4. Generation ist er jetzt der Besitzer und hat schon in jungen Jahren die Anfänge des Ökolandbaus von seinen Eltern erlernt mit anschließender Aus-und Weiterbildung im Bereich Ökoanbau.

Die Anfänge waren in erster Linie Beeren- und Gemüsebau. Hierbei spielte auch die christliche Einstellung zur Schöpfungsbewahrung eine maßgebliche Rolle.

Hartmut betreibt inzwischen 28 Jahre ökologischen Landbau und auch die nächste Generation, drei seiner Söhne, sind in unterschiedlichen Ausbildungsberufen mit Studium in der Zukunft mit im Unternehmen.

Der Betrieb gliedert sich im Wesentlichen in folgende Bereiche:

Gemüseanbau auf 20 ha wird hauptsächlich von langjährig beschäftigten polnischen Mitarbeitern bewirtschaftet, wobei Eigenverantwortung und Selbständigkeit erwartet wird.

Vermarktet wird auf Wochenmärkten, über die Ökokiste mit der Belieferung von 1400-1500 Haushalten in wöchentlich 28 Touren. Weiterer Abnehmer ist der Naturkostfachhandel.

Da im Gemüseanbau eine intensive Bewässerung notwendig ist, (die in zurückliegenden Jahren durch zu wenig Niederschläge nicht möglich war) und auch Versuchsbrunnen-Bohrungen keinen Erfolg brachten, wurde 2015/16 ein aufwändiges Teichsystem gebaut. Die  Entnahme des Kocherwasser erfolgt über eine Leitungslänge von knapp 2 km und einer Höhendifferenz von 170m.

Da im Gemüse-und Beerenanbau zur Beregnung Trinkwasserqualität gefordert wird, ist eine mehrstufige Reinigung/Klärung notwendig, bis das Wasser dann im großen Teich mit          20 000m³ Fassungsvolumen eingeleitet und über ein im Boden verlegtes Rohrsystem auf die Anbauflächen verteilt werden kann.

Eine weitere größere Investition, der Bau von Gewächshäusern ist begonnen, um künftig übers Jahr länger eigene Produkte anzubauen.

Die vorgesehenen 2 Stunden vergingen wie im Fluge und die Informationen von Hartmut waren für alle Teilnehmer verständlich und lehrreich.

Zurück gings zum Ochsenrain wo Ewald Probst den Grill schon ordentlich vorgeheizt hatte und nach kurzer Zeit die ersten Würste und Steaks fertig waren. Bei interessanten Gesprächen und sommerlichen Temperaturen ging dann dieser erlebnisreiche Nachmittag zu Ende.

Ein dickes Lob und Dank an Wilfried, Rose, Ewald und alle fleißigen Helfer.

 

                                                                                                        Werner Hartmann