Mitarbeiterausflug nach Forchtenberg

 

Am 12. Mai um 17.00 Uhr traf sich eine Gruppe von ca. 25 Gemeindemitgliedern bei schönstem Wetter zu unserem diesjährigen Mitarbeiterausflug in Forchtenberg. Am Würzburger Tor stieß unsere Gruppe auf Bernhard Glück, Pfarrer im Ruhestand, der mit uns zusammen den Hans und Sophie Scholl‐Pfad erkunden wollte. Bernhard Glück hatte sich im Vorfeld intensiv mit den Geschwistern Scholl beschäftigt und am Würzburger Tor wurde erst einmal unser Wissen über die Weiße Rose anhand eines Quiz auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt besuchten wir 4 Stationen: Würzburger Tor, Rathaus, Kirchenstiege und Kirche und die letzte Station war die Schlossruine. Am Rathaus erfuhren wir einiges über die Familie Scholl, war doch Robert Scholl von 1920 bis 1929 Stadtschultheiß von Forchtenberg. In der Michaelskirche wurde Sophie Scholl getauft und die Scholl‐Kinder gingen dort regelmäßig in die Kinderkirche. Die Familie besaß eine umfangreiche Bibliothek, war sehr belesen und hatte sich auch intensiv mit dem Kirchenvater Augustinus auseinandergesetzt, ihn als Vorbild betrachtet. In der Kirche durften auch wir einiges über diesen beeindruckenden Menschen von Pfarrer Glück erfahren. Zum Schluss erklommen wir den Weg zur Schlossruine, wo die Kinder Scholl oft gespielt hatten. Pfarrer Glück berichtete uns von dem letzen Traum, den Sophie vor ihrer Hinrichtung hatte: „Ich trug an einem sonnigen Tag ein Kind zur Taufe. Der Weg zur Kirche führte einen steilen Berg hinauf, aber ich trug das Kind fest in meinen Armen. Plötzlich befand sich vor mir eine Gletscher‐ spalte und es blieb mir gerade noch so viel Zeit, das Kind sicher auf die andere Seite abzulegen – dann stürzte ich hinab.Sophie erklärte sich diesen Traum so: „Das Kind ist unsere Idee, sie wird sich trotz aller Hindernisse durchsetzen. Wir durften Wegbereiter sein, müssen aber zuvor für sie sterben.“ Die Zivilcourage dieser jungen Menschen beeindruckte uns alle sehr. Der Ausflug klang im Ochsengarten bei Flammkuchen, Getränken und an‐ regenden Gesprächen aus. Das schöne Wetter, die interessanten Aus‐ führungen von Pfarrer Glück und die gemütliche Stimmung im Ochsen‐ garten, all dies trug dazu bei, dass wir der Meinung waren: Schön wars! Birgit Zorn